Nachhaltig
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Unser Nachhaltigkeitsbericht

Das Thema der Nachhaltigkeit hat sich bei uns in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Zu Beginn noch als gedruckte beziehungsweise digitale Broschüre, bereiten wir diesen mittlerweile in Form einer eigenen Website auf.

Hierdurch sind wir in der Lage, stets die aktuellsten Informationen einfließen zu lassen und Sie auf dem Laufenden zu halten. Was sich über die Jahre jedoch nicht geändert hat, ist die Struktur: Unsere vier Teilbereiche decken sowohl interne Nachhaltigkeitsbemühungen und soziales Engagement als auch den Blick auf Umweltfaktoren und die Immobilienwirtschaft ab.

Starten wir rein!
Intern
Im Teilbereich Intern stellen wir unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen innerhalb des Unternehmens vor.
Soziales
Der Teilbereich Soziales ist maßgeblich von unserem ehrenamtlichen Engagement über die tägliche Projektarbeit hinaus geprägt.
Umwelt
In dem Teilbereich Umwelt widmen wir uns der "grünen" Säule der Nachhaltigkeit, nämlich der Ökologie.
Immobilienwirtschaft
Die Bau- und Immobilienwirtschaft ist für eine nachhaltige Entwicklung einer der relevantesten Sektoren.
Intern

Der Blick ins Unternehmen

Im Teilbereich Intern stellen wir unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen innerhalb des Unternehmens vor. Diese umfassen neben der Implementierung zweier Gleichstellungsbeauftragten ebenso auch die kritische Betrachtung des Gender Pay Gap sowie die Zufriedenheit unserer Mitarbeitenden. Außerdem beleuchten wir innovative Bestrebungen und Lehrtätigkeiten, um das Unternehmen und die Branche voranzubringen.

Gleichstellungsbeauftragte

Noch immer ist die Baubranche ein männlich dominiertes Feld. Die Anzahl an weiblich gelesenen Personen wächst aber – und das ist gut so. Um dem Thema im Unternehmen Raum und Aufwind zu geben, gibt es seit Ende 2022 bei KVL das Amt der Gleichstellungsbeauftragten. Es wird derzeit von Susanne Lange und Julia Wiarda bekleidet. Die beiden sind für alle KVLer:innen Vertrauensperson, wen es um die Themen Gleichstellung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Diskriminierung oder sexuelle Belästigung geht.

Julia Wiarda, Susanne Lange
gleichstellung@kvlgroup.com

Was passiert hier zum Thema?

Im Jahr 2023 wurde ein Verhaltenskodex zum Thema Gleichstellung in drei verpflichtenden Workshops gemeinsam mit den Führungskräften der KVL erarbeitet und anschließend veröffentlicht. Er dient auch dazu, das Thema sichtbar zu machen, ein Verantwortungsgefühl bei allen im Unternehmen zu entwickeln und um klare Leitplanken für die Verantwortung jedes KVL-Mitglieds zu setzen.

Gleichstellungsworkshops

Im Jahr 2025 fanden erste Gleichstellungsworkshops für die Mitarbeitenden statt, die insbesondere die Dimension der Gleichstellung der Geschlechter beleuchteten. Für die Führungskräfte der KVL soll im Jahr 2026 ein vertiefender Workshop folgen.

Zudem haben unsere Gleichstellungsbeauftragten Anfang 2025 eine Umfrage gestartet. Sie wollten wissen, was schon gut läuft, was wir als Herausforderungen für die nächsten Jahre wahrnehmen, was wir uns wünschen und wie divers unser Unternehmen ist. Neben den internen Anlaufstellen, darunter das anonyme Whistleblowing-Tool, die Beschwerdestelle und die Führungskräfte, stehen die Gleichstellungsbeauftragten als arbeitgeberferne Anlaufstelle für Angestellte der KVL über mehrere Kanäle zur Verfügung.

Aus den Ergebnissen der Umfrage leiten sich ihre Aufgaben mit Blick auf die Transparenz in der Bezahlung, Gleichstellung der Geschlechter, faire Strukturen für Chancengleichheit sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ab – aber auch Themen wie die diversere Besetzung unserer Geschäftsführung. Zusätzlich sind unsere Gleichstellungsbeauftragten auch im Rahmen von Unternehmensveranstaltungen präsent, etwa bei den jährlichen Büroseminaren oder den Boarding Days unserer neuen Kolleg:innen. All diese Aufgaben gehen wir gemeinsam an.
Inklusionsbeauftragte

Übrigens: Seit 2025 gibt es bei KVL auch eine Inklusionsbeauftragte. Die Stelle wird von Alena Stassen wahrgenommen. Allen Themen rund um Inklusion und Barrierefreiheit möchten wir so langfristig auch mehr Raum bei KVL geben.
Alena Stassen
HR-Generalist

Wie divers ist unsere Leitungsebene?

Die Belegschaft bei uns ist in großen Teilen divers. Die Aufstellung in den oberen Etagen ist einer der wichtigsten Marker für Chancengleichheit – wir haben es uns angeschaut.

Dabei wurde deutlich, dass weiterhin Handlungsbedarf bei der Teilhabe von Frauen in Führungsfunktionen besteht: Während auf der Ebene der Projekt- und Teamleitungen viele Frauen vertreten sind, zeigt sich ein deutlich geringerer Anteil in der Geschäftsführung. In der erweiterten Führungsebene (Prokura) hat sich die Situation hingegen bereits merklich verbessert.

Über alle Ebenen hinweg bleibt jedoch die hohe Teilzeitquote unter den weiblichen Beschäftigten deutlich sichtbar. Dies legt nahe, dass Frauen weiterhin einen erheblich größeren Anteil an Care-Arbeit übernehmen als ihre männlichen Kollegen.

Stand 06/2025

Gender Pay Gap

Eine Kennzahl, die uns hierzu schon länger beschäftigt, ist der Gender Pay Gap – die geschlechterspezifische Lohnlücke. Diese untersuchen wir seit 2022 innerhalb des Unternehmens. Im Jahr 2025 wurde eine umfangreiche Analyse der bestehenden Tätigkeiten durchgeführt und eine unternehmensweite Stellenarchitektur entwickelt. Diese enthält eine Übersicht über die erforderlichen Qualifikationen, Berufserfahrungen, Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten jeder Position. Darauf aufbauend wurden Gehaltsbänder erstellt, die objektive und transparente Kriterien für Neueinstellungen, Gehaltsverhandlungen und Beförderungen für eine faire und gerechte Arbeitsumgebung bieten.

Erste positive Entwicklungen zeigen sich im Vergleich der Zahlen über die letzten Jahre: In diversen Bereichen konnten wir die Lohnlücke bereits schließen, in anderen Bereichen sind wir auf einem guten Weg. In den Positionen „Junior Project Manager” und “Project Manager” sind die Gehaltsunterschiede bei unter 2 %. Und während männliche Senior Project Manager 2023 noch 11,1 % mehr verdienten als ihre weiblichen Kolleginnen, beträgt die Diskrepanz zu Beginn des Jahres 2026 noch 6,7 %.

Wir engagieren uns im Rahmen des Fokusthemas Gleichstellung aktiv dafür, den Gender Pay Gap weiter zu verringern und die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.

Durchschnittsverdienste nach Position

Mitarbeitendenzufriedenheit

Im Frühjahr 2024 wurden alle Mitarbeitenden aufgerufen, an einer erstmalig durchgeführten Umfrage teilzunehmen. Der Fokus hierbei lag auf den Themen „Wahrnehmung des Unternehmens“, „Veranstaltungen“, „Work-Life-Balance“, „Entwicklung und Weiterbildung“, „Führung und Kommunikation“, sowie „Vergütung“ und „Leitbild“.

Ungefähr 85 % der Mitarbeitenden hatten sich beteiligt und ihre Meinung kundgetan. So konnten erste Erkenntnisse bereits im Rahmen des jährlichen internen Büroseminars Ende Juni 2024 bekannt gegeben werden.

Die hohe Teilnahmequote und das gute Feedback aus der Umfrage zeigen: Daten, Zahlen und Fakten sind dringend notwendig, damit wir besser werden können. Eine Wiederholung ist daher für 2026 angesetzt, um herauszufinden, wo wir besser werden konnten, was gleichgeblieben ist und wo wir noch Nachholbedarf haben.

Wir haben bereits das 2. Quartal 2024 und das Jahr 2025 genutzt, um nachhaltige Verbesserungen umzusetzen beziehungsweise offene Punkte anzugehen. Unter anderem entstand daraus die oben erwähnte Analyse der Tätigkeiten und Entwicklungspfade im Unternehmen. Für das Jahr 2026 stehen für uns Anpassungen im Bereich des Feedbackprozesses auf der Agenda.

Fluktuation

Die Fluktuationsrate ist eine wichtige Kennzahl für uns. Sie lässt Rückschlüsse auf die Bindung der Mitarbeitenden an unser Unternehmen und deren Zufriedenheit zu. Als KVL verfolgen wir das Ziel, die Fluktuation gering zu halten. Ins Jahr 2025 sind wir mit 209 Mitarbeitenden gestartet, insgesamt haben über das Jahr hinweg 45 Personen das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig 50 neue Kolleginnen und Kollegen in die KVL-Familie aufgenommen werden. Daraus ergibt sich eine Fluktuationsrate von 7,69 %. Wir sind auf einem guten Weg hin zu unserem Ziel aus den vergangenen Jahren, die Fluktuationsrate langfristig auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren.

Die Mehrheit der Abgänge resultierte aus dem Wunsch nach persönlicher beziehungsweise beruflicher Veränderung. Zudem wurde schon im Jahr 2023 aufgrund der wirtschaftlichen Situation die Strategie für Neuanstellungen angepasst. Wir verfolgen aber weiter das Ziel, die Fluktuationsrate so gering wie möglich zu halten und konnten bereits im 4. Quartal 2025 eine deutliche Verbesserung der Situation feststellen, die es uns ermöglicht hat, Neuanstellungen vorzunehmen.

Intellectual Leadership

Wir verfolgen den Grundsatz, unser Wissen zu teilen – das ist auch in unserem Leitbild verankert. Wir suchen stets den engen Kontakt zu Forschung und Lehre und haben als Ausgründung der TU Berlin unsere Wurzeln in der Universität.

Unsere Mitarbeiter:innnen sind mit Lehraufträgen an Hochschulen in ganz Deutschland tätig, darunter die TU Berlin und die HafenCity Universität Hamburg.

Mit unserem selbstgesteckten Lehrauftrag sind wir jedoch nicht nur an Universitäten tätig, sondern auch an anderen Weiterbildungsinstituten. Wir betreuen Bachelor- und Masterthesen und formen mit Werkstudent:innen an allen unseren Standorten die Fachkräfte von morgen.
Andreas Ligner
Lehrauftrag
Lächelnder Mann in dunklem Anzug und weißem Hemd vor neutralem Hintergrund.
Markus Viering
Lehrauftrag
Mann mittleren Alters in blauem Anzug und weißem Hemd lächelnd mit verschränkten Armen vor weißem Hintergrund.
Sven Seehawer
Lehrauftrag
Ilka Schröder
Lehrauftrag
Lächelnde blonde Frau in bunter, gemusterter Bluse vor hellem Hintergrund.
Mathias Hänsch
Lehrauftrag
Malika Klös
Lehrauftrag
Thomas Penske
Lehrauftrag
Jakob Conrad
Lehrauftrag
Lächelnder Mann mit kurzem braunem Haar und Bart trägt schwarzen Anzug, weißes Hemd und dunkelblaue Krawatte.
Kai Hansen
Lehrauftrag
Lächelnder Mann mit Glatze und Bart trägt dunkelblauen Anzug und weißes Hemd.
Reinhard Schulz
Lehrauftrag
Porträt eines Mannes mit kurzem dunklem Haar, Schnurrbart, grauem Sakko und schwarzem Hemd vor weißem Hintergrund.
Benjamin Pleuser
Lehrauftrag
Junger Mann mit hellbraunen Haaren und schwarzen Hemd, der lächelnd die Arme vor der Brust verschränkt.
Tim Weikert
Lehrauftrag
Junger Mann mit kurzem braunem Haar und Vollbart trägt schwarzes T-Shirt und lächelt leicht.
Anastasija
Walcher-Radke
Lehrauftrag
Nicht nur in der Lehre, sondern in der ganzen Branche möchten wir neue Maßstäbe setzen.
Wir haben im letzten Jahr Fachpublikationen wie zum Beispiel das „Kompendium Immobilien-Projektentwicklung“ zu allen aktuell relevanten Themen veröffentlicht und arbeiten an der 7. Auflage unseres Dauerbrenners „Bau-Projekt-Management“. Zusätzlich teilen wir unser Wissen in zahlreichen Kolumnen, Leitartikeln, Paneldiskussionen und Gastbeiträgen.
Nachhaltigkeit durch Projektmanagement
Kompendium Immobilien-Projektentwicklung
Systemische Nachhaltigkeit
Mediation im Bauwesen
Managementleistungen im Lebenszyklus von Immobilien
Baumanagement und Bauökonomie
Nachtragsmanagement
Intelligente Vergabestrategien bei Großprojekten
Rechte aus gestörtem Bauablauf nach Ansprüchen
Vergütung, Nachträge und Abrechnung nach Ansprüchen
Handbuch Bauzeit
Preisexplosion am Bau - Die Zukunft pragmatisch kalkulieren
Rechtshandbuch Nachhaltiges Planen, Bauen und Betreiben
Bau-Projekt-Management

Fokusthema Künstliche Intelligenz

Auch an uns geht der Fortschritt nicht spurlos vorbei. KI ist in aller Munde und wird auch im Bauwesen zu einer Schlüsseltechnologie werden – wenn wir sie nutzen, um Zeit zu sparen, Kapazitäten zu schonen, Risiken zu reduzieren und Entscheidungsgrundlagen zu verbessern.

In unserer projektgetriebenen Branche mit hohem Termin-, Kosten-und Qualitätsdruck kann der richtige Einsatz von KI einen spürbaren Unterschied machen. Aber wie „richtig“ einsetzen? Welche Tools können uns helfen? Und wie wird unser Arbeitsalltag in Zukunft aussehen?
In 2025 haben wir daher einiges zum Thema angestoßen:
In 2026 wollen wir damit folgendes erreichen:
Q

Wissensmanagement neu gedacht

Im Jahr 2025 haben wir mit dem Projekt Q ein zentrales Innovationsvorhaben gestartet: die Entwicklung eines digitalen Systems, welches Wissen, Daten und Qualität an einem Ort vereint. Q soll die tägliche Arbeit effizienter machen, den Zugriff auf Projektdaten und Vorlagen beschleunigen und sich kontinuierlich anhand von Feedback und Datenqualität weiterentwickeln. Damit setzen wir ein klares Zeichen für Transparenz und Zukunftsfähigkeit.

Die Reise von Q begann mit Interviews und Umfragen, um die Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden zu verstehen. Darauf folgten Wireframes, Mockups und erste Prototypen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Team getestet und optimiert wurden. Mit Tools wie Figma und Google Stitch sowie ganz viel Programmier-Arbeit und Input unserer Design-Abteilung entstand ein zentrales Q-Dashboard, das nicht nur funktional, sondern auch intuitiv ist.
Q ist aber mehr als ein technisches Projekt – es ist ein Gemeinschaftswerk. Das Kernteam für Q hat die Entwicklung vorangetrieben, unterstützt durch die aktive Beteiligung vieler Kolleginnen und Kollegen. KI-gestützte Funktionen, automatisierte Datenintegration aus PACS und ein klarer Fokus auf Nutzerfreundlichkeit machen Q zu einem echten Gamechanger für unser Wissens- und Qualitätsmanagement.

Mit Q schaffen wir die Grundlage für eine neue Art der Zusammenarbeit: zentral, vernetzt und intelligent. Das System wird kontinuierlich erweitert, um Prozesse zu vereinfachen und die Qualität unserer Arbeit nachhaltig zu steigern.

Q ist unser Versprechen für die Zukunft – und ein wichtiger Baustein unserer Innovationsstrategie.
Soziales

Uns geht es gut – das teilen wir.

Der Teilbereich Soziales ist maßgeblich von unserem ehrenamtlichen Engagement über die tägliche Projektarbeit hinaus geprägt. Sei es der 24 Stunden andauernde Spenden-Staffellauf #Heat24, welcher im vergangenen Jahr bereits zum 7. Mal stattfand, oder unterschiedlichste wohltätige Aktionen an den verschiedenen Standorten.

#Heat24

Der #Heat24 2025 hat erneut gezeigt, was gemeinsam möglich ist: Konkret nämlich, dass es möglich ist, mit 7 Spendenläufen von 2019 bis 2025 in Summe 345.000 € durch gemeinschaftliches Engagement aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft für wohnungslose Menschen zu sammeln!

Über 24 Stunden hinweg kamen 211 Läuferinnen und Läufer zusammen und absolvierten rund 520 Runden für die Berliner Stadtmission und die Diakonie Hamburg. Nicht nur die großzügigen Spenden sind hierbei wertvoll, sondern auch die Schaffung von Sichtbarkeit für wohnungslose Menschen, für welche der Winter mit seinen Temperaturen schlichtweg lebensgefährlich ist. Dafür ging es 2025  am 29. November pünktlich um 12 Uhr mittags auf die erste Runde, von da an wurde die Nacht hindurch bis zum 30. November weiter gelaufen.

Doch nicht nur Geldspenden können an die Kältehilfen überreicht werden, auch kistenweise Kleiderspenden haben ihren Weg in den Textilhafen der Berliner Stadtmission gefunden, um Wärme zu spenden. Vielen, vielen Dank auch hierfür!Uns geht es gut, das teilen wir – auch 2026!

📅 Save the Date: Am 28. und 29.11.2026 – oder anders gesagt, immer am ersten Adventswochenende – wird wieder gelaufen, damit es auch bei der Kältehilfe läuft!

Gesundheitstag

Am 18. November 2025 fand am Standort Berlin unser zweiter Gesundheitstag in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse statt. Die Veranstaltung war ein wichtiger Baustein unseres Engagements für die langfristige Förderung von Gesundheit, Wohlbefinden und Prävention am Arbeitsplatz.

Ein besonderes Highlight war der Impulsvortrag zum Thema „Der innere Schweinehund – Motivation für eine gesunde Rückenmuskulatur“, der humorvoll und anschaulich verdeutlichte, wie sich gesunde Routinen dauerhaft in den Arbeitsalltag integrieren lassen.

Für eine ausgewogene Stärkung sorgten in der Mittagspause frisch zubereitete, gesunde Snacks in der Büroküche – darunter Ofengemüse und hausgemachte Energyballs.

Dank der aktiven Teilnahme unserer Mitarbeitenden entwickelte sich der Gesundheitstag zu einem inspirierenden Austausch voller Bewegung, Wissensvermittlung und neuer Impulse für ein gesundes Arbeitsumfeld.

Wir freuen uns bereits auf die Fortsetzung in diesem Jahr und darauf, gemeinsam weitere Schritte in Richtung eines nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagements zu gehen.

Girls’Day 2025

Auch in diesem Jahr haben wir uns wieder an dem Internationalen Mädchen-Zukunftstag beteiligt. Der Girls'Day bietet die Gelegenheit, Mädchen ab der 5. Klasse Berufe und Studienrichtungen vorzustellen, in denen Frauen noch unterrepräsentiert sind.  

Aus diesem Grund öffneten wir am 03. April 2025 an den Standorten in Berlin, Hamburg und München unsere Türen und boten den Schülerinnen einen praxisnahen Einblick in den Berufsalltag von Bau-Projektmanagerinnen.

Auf dem Programm standen unter anderem Workshops, Planspiele, Interviews und Fachimpulse zu Gleichstellungsthemen, um den Mädchen den Beruf näher zu bringen und weibliche Vorbilder sichtbar zu machen. Neben den theoretischen Einblicken durfte auch die praktische Erfahrung nicht fehlen, deswegen wurde am Nachmittag an jedem Standort eine Baustelle besichtigt, bei der die Mädchen die Ausführung des Bauens selber begutachten konnten.
Münchner Geschenkeregen für geflüchtete Kinder
In der Vorweihnachtszeit hat sich der Standort München an der Aktion „Geschenkeregen München“ beteiligt, bei der Weihnachtswünsche geflüchteter Kinder aus einer Münchner Unterkunft gesammelt und erfüllt wurden. Kollegen und Kolleginnen übernahmen Wunschzettel, besorgten die Geschenke persönlich und konnten so zahlreiche Kinderwünsche – von Spielsachen bis hin zu Kuscheltieren und Süßigkeiten – verwirklichen. Mit diesem Einsatz hat das Team nicht nur Geschenke, sondern auch Aufmerksamkeit, Wertschätzung und ein Stück Weihnachtsfreude weitergegeben.
Gemeinsam für unsere Frankfurter Nachbarschaft
Auch im Jahr 2025 hat der Standort Frankfurt sein soziales Engagement fortgeführt und örtliche gemeinnützige Einrichtungen in der Weihnachtszeit unterstützt. Ein zentraler Bestandteil dieser Aktion war erneut die Übergabe einer prall gefüllten Spiel- und Bastelkiste an das Internationale Kinderhaus, den direkten Nachbarn des Büros. Die Materialien sollen Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren Freude bereiten und kreative Lern- und Spielmöglichkeiten fördern. Ergänzend dazu wurde die jährliche Spendeninitiative durch eine finanzielle Unterstützung des Manna-Mobils in Wiesbaden erweitert. Diese mobile Essensausgabe stellt sicher, dass Kinder regelmäßig eine kostenlose, warme Mahlzeit erhalten – ein wichtiger Beitrag zur sozialen Teilhabe und Versorgung von Kindern aus wirtschaftlich belasteten Familien.
Hamburger Mitmenschlichkeit zum Versenden – Aktion „Post mit Herz"
Auch in diesem Jahr beteiligte sich unser Standort Hamburg erneut an der Initiative „Post mit Herz“, um Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine kleine Freude zu bereiten. Am 16. Dezember trafen sich Mitarbeitende im Social Heart, um gemeinsam Karten zu gestalten und persönliche Botschaften der Wertschätzung zu verfassen. Durch die Aktion stärken wir den Teamzusammenhalt und setzen zugleich ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und gesellschaftliche Verbundenheit.
Ehrenamtliches Engagement beim Schul-Zirkusfestival in Hückelhoven
Im Oktober 2025 wiederholten wir auch wieder unser ehrenamtliches Engagement beim 11. Internationalen Schul-Zirkusfestival in Hückelhoven. Mitarbeitende unterstützten den Auf- und Abbau des Zirkuszelts und begleiteten den Ablauf des viertägigen Programms. Rund 20 Schul-Zirkusteams, darunter Gruppen aus Kasachstan und Finnland, präsentierten ihre Darbietungen. Bei der Abschlussgala wurden herausragende Acts von professionellen Artist*innen ausgezeichnet. Die langjährige Beteiligung stärkt unser lokales gesellschaftliches Engagement und fördert kulturellen Austausch sowie die kreative Entwicklung junger Menschen.

Sportinitiative: Beitrag zu Gesundheit und sozialem Engagement

Im Jahr 2025 sammelten die Mitarbeitenden durch ihre Teilnahme an Lauf-, Schwimm-, Skate-, Walking- und Radwettkämpfen insgesamt 3.253,60 Euro für den #Heat24 – und übertrafen damit das gesteckte Ziel von 3.000 Euro. Zusätzliche Spenden, unter anderem durch Geburtstagsblumen aktionen, ergänzten den Beitrag.

Die Erfassung der sportlichen Leistungen erfolgt über ein internes Laufboard. Für jeden absolvierten Kilometer spendet das Unternehmen je nach Disziplin zwischen 1 und 4 Euro. Die Initiative fördert nicht nur die Gesundheit der Mitarbeitenden, sondern leistet zugleich einen nachhaltigen Beitrag zur Unterstützung regionaler sozialer Projekte.

Sponsoring
„imAward“ 2026

Nachdem wir 2023 Gewinner in der Kategorie "Soziale Nachhaltigkeit" waren, sind wir stolz, dass wir beim immobilienmanager-Award 2026 als Partner in der Kategorie „Nachhaltigkeit & Soziale Verantwortung“ auftreten durften. Es war uns eine Ehre, den Preis an die GreenPlaces GmbH zu überreichen und gratulieren zu den weiteren nominierten Beiträgen von der DWK GmbH sowie Hines Immobilien. In dieser Kategorie werden zukunftsweisende Projekte, Konzepte oder Initiativen ausgezeichnet, welche in besonderer Weise ökologische und soziale Nachhaltigkeit in Einklang bringen. Dabei kann es sich um Gebäude- oder Quartiersentwicklung handeln – aber auch um soziale Initiativen. Das Wiedersehen mit der Branche am 5. März in Köln war ein großes Spektakel und wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr! Wir sind bereit!
Umwelt

Zeit für Klimaschutz

Nachhaltigkeit kann über drei Säulen definiert werden: Ökonomie - Ökologie - Soziales. In dem Teilbereich Umwelt widmen wir uns der "grünen" Säule der Nachhaltigkeit, nämlich der Ökologie. Bereits für die letzten vier Jahre wurden die CO₂-Bilanzen aufgestellt, um die Gesamtmenge der Emissionen der deutschen KVL-Standorte zu beziffern. Hierbei betrachten wir die KVL als Unternehmen, nicht die Projekte, die wir betreuen.

Nachfolgend stellen wir die Auswertungen des Jahres 2024 vor und geben darüber hinaus Einblicke in das Mobilitätsverhalten der KVL im Gesamten. Zudem werten wir die jeweiligen Emissionskategorien im Vergleich zu den Werten des Vorjahres aus.

Die Relevanz der verursachten Emissionen wird vor dem Hintergrund der angestiegenen Tagesmitteltemperaturen besonders deutlich:

Emissionen und aktueller Stand des Klimaschutzes

An den Daten, die der Klimawandeldienst Copernicus in Kooperation mit anderen europäischen und US-Organisationen veröffentlicht, kann abgelesen werden, wie sich die Klimakrise weiter zuspitzt: Die weltweiten Temperaturen der Jahre 2023 bis 2025 waren im dreijährigen Durchschnitt mehr als 1,5 Grad höher als im vorindustriellen Zeitalter.
Das Pariser Klimaziel, mit dem die Weltgemeinschaft die verheerendsten Folgen der Klimakrise abwenden will, gilt zwar trotz der mehrjährigen Überschreitung offiziell bisher nicht als verfehlt, da dafür die 1,5-Grad-Grenze noch langfristiger überschritten werden muss. Experten gehen aber weit überwiegend davon aus, dass es nicht gehalten werden kann – und es selbst für die zwei Grad knapp wird.

Gehe die Erderwärmung im aktuellen Tempo weiter, werde die 1,5-Grad-Grenze gegen Ende des Jahrzehnts als überschritten gelten – etwa zehn Jahre früher als lange angenommen, hieß es von Copernicus. „Die Emissionen sind nicht so schnell gesunken wie erwartet“. Quelle  

Für wie viel Emissionen ist die KVL Group verantwortlich und wie können wir diese reduzieren? Diesem Thema widmen wir uns im Bereich KVL und Umwelt seit dem Nachhaltigkeitsbericht 2020.

Unsere CO₂-Uhr läuft

Und sie zeigt nicht die Zeit, sondern das, was uns noch bleibt:
Ein globales Restbudget an Emissionen, das wir nicht überschreiten dürfen, wenn wir die 1,5 °C-Grenze einhalten wollen.Aber keine Sorge, das ist kein Weltuntergangs-Countdown.Es ist eher ein Wecker. Einer, der uns daran erinnert: Jetzt ist der Moment zu handeln!

Und was wir uns vor Augen führen müssen: Der Bausektor hat einen riesigen Hebel!

Denn dieser verursacht weltweit rund ein Drittel aller CO₂-Emissionen.In Deutschland sogar noch mehr: 40 % der Emissionen stammen direkt oder indirekt aus dem Bauwesen.Also: Wenn wir das das Ziel der Beschränkung auf 1,5° Celsius einhalten wollen, müssen wir beim Bauen anfangen.Und zwar nicht irgendwann – sondern heute, hier und jetzt.

Ökobilanz der KVL 2025

Die Emissionen sind im Vergleich zum Vorjahr von ca. 205 tCO2 auf 214 tCO2 um ca. 9 tCO2 bzw. 4 % gestiegen. Das liegt hauptsächlich daran, dass Mitarbeitende etwas mehr PKW-Kilometer zur Arbeit gependelt sind und die Standorte einen etwas höheren Wärmeverbrauch hatten.

Emissionsquellen

Die größte Emissionsquelle der KVL ist aktuell die Beheizung der Standorte. Einige Standorte sind hier noch von fossilen Energieträgern abhängig (Erdgas und Heizöl), andere sind an die Fernwärme angeschlossen, sodass deren CO2-Emissionen abhängig von der Wärmezusammensetzung im Netz der jeweiligen Versorger und deren Zukunftsplänen sind. Weitere wesentliche Emittenten sind die Fahrten mit den Geschäftswägen und Arbeitswege mit den privaten PKWs und dem ÖPNV. Die Emissionen des ÖPNV sind u.a. vor allem vom Strom-Mix abhängig, und nehmen somit mit der zukünftigen Dekarbonisierung des Stromnetzes pro Kilometer ab. Es folgt die Einteilung in die unterschiedlichen Scopes. Die Emissionen von Unternehmen werden in Scopes (Geltungsbereiche) eingeteilt, um eine einheitliche, transparente und vergleichbare Erfassung der Treibhausgasemissionen zu ermöglichen.

Scope 1 - 2 - 3 Emissionen

Diese Einteilung basiert auf dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol), dem weltweit anerkannten Standard für die CO₂-Bilanzierung. Das GHG Protocol ist eine private transnationale Standardreihe zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen und zum dazugehörigen Berichtswesen für Unternehmen und zunehmend für den öffentlichen Bereich.

Scope 1 Emissionen sind die direkt vom Unternehmen verursachten Emissionen. Dazu gehören beispielsweise Emissionen aus der Verbrennung von Brennstoffen in unternehmenseigenen Anlagen oder Fahrzeugen.

Scope 2 Emissionen entstehen indirekt durch zugekaufte Energie, wie Elektrizität, Dampf, Wärme oder Kühlung, die das Unternehmen nutzt, aber nicht selbst produziert.

Scope 3 Emissionen sind alle anderen indirekten Emissionen, die in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens anfallen. Dazu gehören beispielsweise Emissionen aus Geschäftsreisen, eingekauften Waren und Dienstleistungen, Abfallentsorgung und der Nutzung verkaufter Produkte.

Bezug zum Bauwesen

Im Bezug auf das Bauwesen entsprechen die Emissionen der KVL 2024 ca. 2.832m² einer 20cm dicken Stahlbetondecke in der Lebenszyklusphase Herstellung (Phasen A1-3). Demnach wurde der Abdruck des Unternehmens um ca. 119m² im Vergleich zum letzten Jahr erhöht. Insgesamt stoßen ca. 64 Einfamilienhäuser mit einer Gasheizung über ein Jahr hinweg die gleichen Emissionen wie die KVL Group durch die Geschäftstätigkeiten aus.

Für eine Kompensation müssten ca. 21.400 Bäume gepflanzt werden. Alternativ wäre die Kompensation der Emissionen durch CO2-Zertifikate zu einem Preis von 55 € pro Tonne (Stand Februar 2026) bzw. insgesamt 11.605 € möglich. Dies wäre der Preis für die Klimaneutralität des gesamten Unternehmens, wobei unsere Bilanzierung mehr Scope-Kategorien berücksichtigt als für eine Kompensation notwendig wären.

Pendelkilometer

Nach Hochrechnung der Teilnehmenden an der Umfrage auf alle Mitarbeitenden der KVL ergab sich 2024 eine zurückgelegte Gesamtstrecke auf den Arbeitswegen von 1.013.174 km! Somit sind wir ca. 25 Mal um die Erde gereist! Der durchschnittliche Arbeitsweg „One Way“ der an der Umfrage teilnehmenden lag bei ca. 15 km. Der größte Anteil fällt dabei auf den öffentlichen Nahverkehr.

Umweltfreundliche Fortbewegung

Insgesamt werden ca. 70 % der Pendelstrecken auf umweltfreundliche Weise zurückgelegt. Die KVL unterstützt die emissionsarme beziehungsweise emissionsfreie Fortbewegung seit 2023 mit einem Zuschuss in Höhe von 49 € zum ÖPNV oder einem JobRad für jeden Mitarbeitenden. Der Zuschuss zum ÖPNV und JobRad blieb 2025 weiter erhalten!
79 %

Büroaufenthalte von 79 %

Wir verbringen gern Zeit miteinander! Aus der Mobilitätsumfrage ging hervor, dass die Mitarbeitenden an vier von fünf Tagen in der Woche das Büro aufsuchen. Die Bürokultur wird also weiterhin gelebt (Vorjahr ebenfalls ca. 79 %).
Immobilien
wirtschaft

Appell an die Branche

Die Bau- & Immobilienwirtschaft ist für eine nachhaltige Entwicklung einer der relevantesten Sektoren. Als Dienstleister verstehen wir uns als erste Beratungsstelle für den Bauherren und als generalistischer Ansprechpartner für alle Fachplaner:Innen. Wir sehen unsere Aufgabe vor allem in der Beratung der Projektverantwortlichen und -beteiligten sowie die Weiterbildung unserer Mitarbeitenden die tagtäglich das Projektgeschäft bestreiten. Den größten Einfluss auf die Nachhaltigkeit der KVL als Unternehmen haben wir demnach, indem wir in unserer Funktion als Projektsteuerer ein Bauprojekt so nachhaltig wie möglich gestalten.

Unsere Handlungsfelder für eine nachhaltige Immobilienwirtschaft

Interne Projektunterstützung
Nachhaltigkeit ist ... KVL. Alle unsere Projekte haben freien Zugriff auf die Stabsstelle der Nachhaltigkeit, welche zentral Im Unternehmen angesiedelt ist. So können wir unsere Projekte einfach und schnell im Bereich Nachhaltigkeit und ESG unterstützen.
Nachhaltiges Projektmanagement
Wir treiben konstant die Weiterentwicklung von nachhaltigem Projektmanagement voran. Es ist eins unserer wichtigsten Ziele, dass Nachhaltigkeit als selbstverständlicher Bestandteil im Projektmanagement angesehen wird. Im Jahr 2025 wurden unter anderem auf Basis unserer Mitarbeit eine überarbeitete Auflage der AHO veröffentlicht - diese sieht erstmals mehrere Nachhaltigkeitsdienstleistungen als Grundleistung an. Zudem werden besondere Leistungen umfangreicher definiert.
ESG-Dienstleistungen
Unsere ESG-Dienstleistungen unterstützen Bauherren mit klar abgegrenzten, separat beauftragbaren Leistungen. Dazu gehören ESG-Strategien, ESG Due Diligences, Fördermittelberatungen sowie allgemeine Schulungen zu allen Themen des Nachhaltigen Bauens. Ergänzend bieten wir Workshops, Pre‑Assessments und die Erstellung projektbezogener Nachweise und Anträge an – strukturiert, effizient und mit einem klar definierten Leistungsumfang.
Abstraktes rundes Muster mit überlappenden schwarzen, weißen und goldenen geometrischen Formen.
Unser über die Jahre gewachsenes Ökosystem zielt darauf ab, die Immobilienbranche bei einer nachhaltigen Transformation zu unterstützen. Durch die Zuarbeit der Nachhaltigkeitsabteilung bei den KVL Projekten und unsere eigenständigen ESG-Dienstleistungen versuchen wir Nachhaltigkeits-Aspekte in alle Projektphasen zu implementieren. Unsere Partnerschaften mit innovativen Unternehmen Concular fördern zirkuläres Bauen mit nachhaltigen Baustoffen.
Unser Engagement in Verbänden und Universitäten unterstreicht unsere Bemühungen, nachhaltige Praktiken in der gesamten Branche voranzutreiben. Wir sind aktives Mitglied im Verband für Bauen im Bestand und in der Koalition für Holzbau, wo wir an Workshops und politischen Initiativen teilnehmen, um nachhaltige Ansätze im Bauwesen zu unterstützen. Im Rahmen unserer Arbeit an den Universitäten wollen wir Nachhaltiges Bauen über Forschungsarbeit und Wissensvermittlung weiterentwickeln.

Durch diese vielfältigen Aktivitäten und Partnerschaften tragen wir aktiv zur Förderung der Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft bei und setzen uns dafür ein, dass unsere Branche einen positiven Beitrag für die Gesamtgesellschaft leistet.

Die neue AHO ♥️ Nachhaltigkeit

Mit der 6. Auflage des AHO‑Heftes Nr. 9 hat Nachhaltigkeit einen grundlegenden Wandel erfahren: Erstmals wird sie als verbindliches Querschnittsthema in sämtlichen Handlungsbereichen und Projektstufen verankert – von der Projektorganisation über die Qualitätssteuerung bis hin zur strategischen Entscheidungsfindung
Die überarbeiteten Grundleistungen definieren klar, dass Nachhaltigkeitsziele frühzeitig in Projektstrukturen, Abläufe, Schnittstellen und Berichtswesen integriert werden müssen. Ergänzend wurden die Besonderen Leistungen präzise gefasst, etwa zu Lebenszykluskosten, Ökobilanzierung, Fördermittelstrategien und Zertifizierungsprozessen. Damit erhält die Branche ein praxisnahes, vollständiges Leistungsbild, das den steigenden ESG‑Anforderungen gerecht wird.

Als KVL haben in dieser Weiterentwicklung tatkräftig über Arbeitskreise mitgewirkt und unsere Erfahrung aus zahlreichen Projekten eingebracht. Besonders zu den Projektsteuerungsleistungen zur Nachhaltigkeit konnten wir entscheidende Impulse setzen – von der strukturierten Einbindung von Nachhaltigkeitsberatern und Auditoren, über die Festlegung projektbezogener Nachhaltigkeitsstrategien, bis hin zur Definition neuer, klarer Prozess- und Qualitätsanforderungen. So tragen wir aktiv dazu bei, dass nachhaltiges Projektmanagement künftig selbstverständlicher Bestandteil professioneller Bau- und Immobilienprojekte wird.
Nachhaltigkeit durch Projektmanagement
Kompendium Nachhaltige Bauwerke - Hochbauten

Mit dem Beitrag „Nachhaltigkeit durch Projektmanagement“ legt die KVL Group ein umfassendes Kapitel vor, das die Rolle eines ganzheitlichen Projektmanagements für die Umsetzung nachhaltiger Gebäude über den gesamten Lebenszyklus von Bauwerken beleuchtet. Auf Basis praktischer Erfahrungen, aktueller Regelwerke und methodischer Ansätze zeigt die Veröffentlichung, wie ökologische, ökonomische und soziale Ziele systematisch in Projektvorbereitung, Planung, Ausführung und Projektabschluss integriert werden können. Besonderer Fokus liegt auf der frühen Entwicklung projektspezifischer Nachhaltigkeitsstrategien, der Schließung von Kompetenzlücken auf Auftraggeberseite sowie der Koordination fachübergreifender Expertise – von LCA/LCC über Fördermittel, Wettbewerbe, integrale Planung bis hin zu Lean‑ und zirkulären Bauansätzen.

Das Kapitel wurde von Luana Cortis, Niklas Erdle und Benjamin Pleuser erarbeitet und verbindet praxisnahe Werkzeuge mit klaren Handlungsempfehlungen. Es ist Teil der seit 2025 schrittweise erscheinenden Living Publication „Kompendium Nachhaltige Bauwerke – Hochbauten“ des Springer‑Verlags, deren Inhalte in enger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München entstehen. Damit leistet unser Team einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung eines modernen, verantwortungsvollen Projektmanagements im Sinne nachhaltiger Bauprojekte.

//  Autor/Autoren
Luana Cortis, Niklas Erdle, Benjamin Pleuser
//  Auflage
//  Erstveröffentlichung
2025

ESG Optimierung eines Immobilienportfolios

Im Jahr 2025 haben wir für einen internationalen Investor eine umfassende Carbon‑Due‑Diligence‑Prüfung für ein bundesweites Wohnportfolio durchgeführt. Ziel war es, die ökologische und ökonomische Leistungsfähigkeit der Bestandsgebäude transparent zu bewerten und konkrete Entwicklungspfade für die kommenden Jahre aufzuzeigen.
Auf Basis detaillierter Analysen – von Verbrauchsdaten über Gebäudehülle und Anlagentechnik bis hin zu Emissionen und Stranding Risk Analysen – konnten wir klare Handlungsfelder identifizieren und priorisierte Maßnahmen ableiten. Ergänzend haben wir Fördermöglichkeiten geprüft, Varianten verglichen und Entscheidungsgrundlagen für Investitionen erstellt.

Im Ergebnis erhielt der Auftraggeber einen strukturierten, vollumfänglichen Carbon‑DD‑Bericht inklusive CAPEX‑Abschätzungen, Risikoübersichten und einem klaren Maßnahmenfahrplan. Mehrere der empfohlenen Schritte werden inzwischen konkret vorbereitet oder bereits umgesetzt. Damit trägt das Projekt wesentlich dazu bei, den langfristigen Transformationspfad des Portfolios zu steuern und ESG‑Chancen frühzeitig nutzbar zu machen.

Sofern alle vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt werden, kann die durchschnittliche Emissionsintensität des Portfolios von ursprünglich ca. 60 kgCO2e/m²a auf ca. 20 kgCO2e/m²a reduziert werden. Bei einer Gesamtfläche von über 100.000 m² sind das Emissionseinsparungen von 4.000 Tonnen CO2e pro Jahr. Diese Einsparungen würden die Emissionen der KVL Group aus dem Jahr 2024 um ca. das 20-fache kompensieren.
Unser Nachhaltigkeitsbericht ist das Ergebnis vieler gemeinsamer Arbeitsstunden.

Wir danken allen Mitwirkenden für Ihre Expertise und Ihr Engagement, um unser Unternehmen voranzubringen!
Yvonne Gotscha
Intern
Alena Stassen
Intern
Junger Mann mit hellbraunen Haaren und schwarzen Hemd, der lächelnd die Arme vor der Brust verschränkt.
Benjamin Pleuser
Umwelt, Immobilienwirtschaft
Romal Nabizadeh
Intern
Frau mit roten Haaren und Brille lächelt, trägt ein schwarzes Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln und eine Armbanduhr.
Elisabeth Budke
Soziales
Marlene Rost
Soziales
Junger Mann mit kurzen Haaren, der in einem schwarzen Sakko und weißem Hemd lächelnd die Arme verschränkt.
Daniel Ettenhuber
Umwelt, Immobilienwirtschaft
Frau mit langen blonden Haaren trägt einen rosa Blazer und blickt selbstbewusst in die Kamera.
Luana Cortis
Immobilienwirtschaft
Lächelnder Mann in dunkelblauem Anzug mit hellblauem Hemd und gepunktetem Einstecktuch.
Georg Bremer
Intern
Junge Frau im dunkelblauen Blazer lächelt mit verschränkten Armen.
Katharina Haas
Intern
Julia Wiarda
Intern
Susanne Lange
Intern